GMDSS MVCS

Das GMDSS-System (weltweites Seenot- und Sicherheitsfunksystem) umfasst international anerkannte Vorgehensweisen und Regeln. Diese Regeln legen die Systeme und Kommunikationsprotokolle fest, die verwendet werden können, um die Seenotrettung und das AIS-System SARDAT zu verbessern sowie die Schiffsrettung zu erleichtern. Das GMDSS umfasst das DSC-Anrufverfahren (Digital Selective Calling), welches den Notruf, die Suche und Koordinierung, Ortung (Seenotrettung), Übertragung der Schiffssicherheitsdaten, allgemeine Kommunikation und Vernetzung der Funk-Seekommunikation mit dem Telefonnetz ermöglicht.

Das Kommunikationssystem GMDSS MVCS von PRESCOM entspricht den Empfehlungen sowie den, von der IMO und ITU (Internationale Fernmeldeunion) festgelegten, Regeln. Deren Hauptaufgaben umfassen:

  • Nutzung der unterschiedlichen lokalen oder Remote-Funksender und -empfänger in den Koordinierungs- und Rettungsstellen für die Seenotrettung (UKW, VHF-Flugfunk, MF/HF und HF);
  • Steuerung der Sender und Empfänger der Zentralen;
  • Überwachung der Seefunkkanäle (Kanal 16, Kanal 13 usw.);
  • Verwaltung der DSC-Anrufe (Digital Selective Calling) der Zonen A1, A2 und A3;
  • Nutzung des Mobilfunksystems in den Zonen A1, A2 und A3;
  • Verwaltung des NAVTEX-Systems;
  • Manuelle oder automatische Übermittlung der Maritime Safety Information (Nachrichten für die Sicherheit der Seeschiffahrt, kurz MSI);
  • Speicherung und Archivierung der DSC-Anrufe;
  • Verbreitung von Informationen an mehrere Zentralen;
  • Optimierung der Kommunikation über Mehrwegkanäle per IP oder Analogfunk (Funkabdeckung, Unterdrückung von Hintergrundgeräusche usw.);
  • Instant-Replay der Mehrwegkanäle;
  • Speicherung der Gespräche;
  • Auswertung der Daten des AIS-Systems auf der Benutzerstation mit Positionsspeicherung, kartographische Anzeige
  • IP-Verbindung nach Standardprotokoll ED137-B.

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